Digitale Kompetenzen für die Digitale Grundbildung (SEK I)

Code

Lehrplan

Gesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung

Digitalisierung im Alltag

1

können die Nutzung digitaler Geräte in ihrem persönlichen Alltag gestalten

2

reflektieren die eigene Medienbiografie sowie Medienerfahrungen im persönlichen Umfeld

3

beschreiben mögliche Folgen der zunehmenden Digitalisierung im persönlichen Alltag

4V

kennen die Dynamik und Bedeutung von Werten, Normen und unterschiedlichen Interessen im Hinblick auf die Nutzung von digitalen Medien (ökonomisch, religiös, politisch, kulturell)

5V

wissen, inwieweit die Nutzung digitaler Technologien der Umwelt schadet oder zum Umweltschutz beiträgt

Chancen und Grenzen der Digitalisierung

6

kennen wichtige Anwendungsgebiete der Informationstechnologie und informationstechnologische Berufe

7

sind sich gesellschaftlicher und ethischer Fragen im Zusammenhang mit technischen Innovationen bewusst

8

können die gesellschaftliche Entwicklung durch die Teilnahme am öffentlichen Diskurs mitgestalten

9v

erkennen die Wechselwirkungen zwischen Natur, Technik und Gesellschaft

10v

erkennen Chancen und Risiken der Mediennutzung und geschlechtsspezifische Aspekte

11V

erkennen Entwicklungen, die eine Gefahr für Chancengleichheit bei der Nutzung von Informationstechnologien darstellen, und nennen Handlungsoptionen

Gesundheit und Wohlbefinden

12

reflektieren, welche gesundheitlichen Probleme die übermäßige Nutzung von digitalen Medien nach sich ziehen kann

13

vermeiden Gesundheitsrisiken und Bedrohungen für das körperliche und seelische Wohlbefinden in Bezug auf digitale Technologien

14v

erkennen, wie digitale Technologien soziales Wohlbefinden und Inklusion fördern

Geschichtliche Entwicklung

15V

kennen die geschichtliche Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie und Informatik insb. von Social Media unter Berücksichtigung menschenrechtlicher und ethischer Fragestellungen

Informations-, Daten- und Medienkompetenz

Suchen und finden

16

formulieren ihre Bedürfnisse für die Informationssuche

17

planen zielgerichtet und selbstständig die Suche nach Informationen, Daten und digitalen Inhalten mit Hilfe geeigneter Strategien und Methoden (z.B. Suchbegriffe), passender Werkzeuge bzw. nützlicher Quellen

Vergleichen und bewerten

18

wenden Kriterien an, um die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Quellen zu bewerten (Quellenkritik, Belegbarkeit von Wissen)

19

erkennen und reflektieren klischeehafte Darstellungen und Zuschreibungen in der medialen Vermittlung

20

können mit automatisiert aufbereiteten Informationsangeboten eigenverantwortlich umgehen

21v

erkennen unterschiedliche, auch widersprüchliche Wahrheitsansprüche

22v

vergleichen, analysieren und bewerten Informationen und digitale Inhalte kritisch (manipulative und monoperspektivische Darstellungen)

23V

entwickeln ein Verständnis für die Konstruktion von Medienwirklichkeit durch die Erhebung und Analyse von Informationen und Daten bzw. die Mechanismen der Bild- und Datenmanipulation

Organisieren

24

speichern Informationen, Daten und digitale Inhalte sowohl im passenden Format als auch in einer sinnvollen Struktur, in der diese gefunden und verarbeitet werden können

Teilen

25

teilen Informationen, Daten und digitale Inhalte mit anderen durch geeignete digitale Technologien

26

kennen die Grundzüge des Urheberrechts sowie des Datenschutzes (insb. das Recht am eigenen
Bild) und wenden diese Bestimmungen an

27v

kennen Lizenzmodelle, insb. offene (Creative Commons, Open Educational Resources)

Betriebssysteme und Standard-Anwendungen

Grundlagen des Betriebssystems

28

nutzen die zum Normalbetrieb notwendigen Funktionen eines Betriebssystems einschließlich des
Dateimanagements sowie der Druckfunktion

29V

kennen die wichtigsten Aufgaben eines Betriebssystems und die wichtigsten Betriebssysteme

Textverarbeitung

30

geben Texte zügig ein

31

strukturieren und formatieren Texte unter Einbeziehung von Bildern, Grafiken und anderen Objekten

32

führen Textkorrekturen durch (ggf. unter Zuhilfenahme von Überarbeitungsfunktionen, Rechtschreibprüfung oder Wörterbuch)

Präsentationssoftware

33

gestalten Präsentationen unter Einbeziehung von Bildern, Grafiken und anderen Objekten

34

beachten Grundregeln der Präsentation (z. B. aussagekräftige Bilder, kurze Texte)

35v

kennen unterschiedliche Präsentationsansichten und wissen, wann man diese einsetzt

36v

nutzen verschiedene Folienlayouts und Foliendesigns

37V

erstellen und formatieren Diagramme

38V

fügen Effekte wie Animation und Übergang zu Präsentationen hinzu

Tabellenkalkulation

39

beschreiben den grundlegenden Aufbau einer Tabelle

40

legen Tabellen an, ändern und formatieren diese

41

führen mit einer Tabellenkalkulation einfache Berechnungen durch und lösen altersgemäße Aufgaben

42

stellen Zahlenreihen in geeigneten Diagrammen dar

43v

erfassen Daten; speichern, ändern und sortieren diese

44v

suchen gezielt nach Daten und selektieren diese

Mediengestaltung

Digitale Medien rezipieren

45

kennen mediale Gestaltungselemente und können medienspezifische Formen unterscheiden

46

erkennen Medien als Wirtschaftsfaktor (z. B. Finanzierung, Werbung)

47

nehmen die Gestaltung digitaler Medien und damit verbundenes kommunikatives Handeln reflektiert wahr: den Zusammenhang von Inhalt und Gestaltung (z.B. Manipulation), problematische Inhalte (z.B. sexualisierte, gewaltverherrlichende) sowie stereotype Darstellungen in Medien

48v

analysieren Interessen und Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung

49V

erkennen und benennen Medieneinflüsse und Wertvorstellungen

Digitale Medien produzieren

50

erleben sich selbstwirksam, indem sie digitale Technologien kreativ und vielfältig nutzen

51

gestalten digitale Medien mittels aktueller Technologien, ggf. unter Einbeziehung anderer
Medien: Texte, Präsentationen, Audiobeiträge, Videobeiträge sowie multimediale Lernmaterialien

52

beachten Grundregeln der Mediengestaltung

53

veröffentlichen Medienprodukte in geeigneten Ausgabeformaten auf digitalen Plattformen (z. B. Blog)

54V

setzen Wissen über Techniken und Ästhetiken populärer Medienkulturen eigenverantwortlich um

55V

planen die Produktion von Medien hinsichtlich Inhalt, Format und Zielgruppe

Inhalte weiterentwickeln

56

können Informationen und Inhalte aktualisieren, verbessern sowie zielgruppen-, medienformat- und anwendungsgerecht aufarbeiten

57V

binden Informationen inhaltlich, organisatorisch und sprachlich in bestehende Wissensorganisationsformate ein

Digitale Kommunikation und Social Media

Interagieren und kommunizieren

58

kennen verschiedene digitale Kommunikationswerkzeuge

59

beschreiben Kommunikationsbedürfnisse und entsprechende Anforderungen an digitale Kommunikationswerkzeuge

60

schätzen die Auswirkungen des eigenen Verhaltens in virtuellen Welten ab und verhalten sich entsprechend

61

erkennen problematische Mitteilungen und nutzen Strategien, damit umzugehen (z. B. Cybermobbing, Hasspostings)

62v

wählen zielgerichtet geeignete digitale Technologien für konkrete Kommunikationsszenarien aus und bedenken bei der Auswahl die Interessen der Anbieter von Social Media, den Einfluss von Social Media auf ihre Wahrnehmung der Welt und Art und Umfang der Daten, die durch die Nutzung entstehen

63V

adaptieren Kommunikationsstrategien für spezifische Zielgruppen

64V

wenden Verhaltensregeln für die Nutzung digitaler Technologien und zur Interaktion in digitalen Umgebungen an („Netiquette“)

An der Gesellschaft teilhaben

65

begreifen das Internet als öffentlichen Raum und erkennen damit verbundenen Nutzen und Risiken

66v

nutzen die demokratische Kommunikationskultur durch öffentliche Äußerungen unter Verwendung digitaler Technologien

67V

entwickeln ein Bewusstsein für die Pluralität von Onlineidentitäten und die Differenz zur eigenen Persönlichkeit

Digitale Identitäten gestalten

68

gestalten und schützen eigene digitale Identitäten reflektiert

69

erkennen Manipulationsmöglichkeiten durch digitale Identitäten (z. B. Grooming)

70

verfolgen den Ruf eigener digitaler Identitäten und schützen diesen

Zusammenarbeiten

71

wissen, wie cloudbasierte Systeme grundsätzlich funktionieren und achten auf kritische Faktoren (z. B. Standort des Servers, Datensicherung)

72

nutzen verantwortungsvoll passende Werkzeuge und Technologien (etwa Wiki, cloudbasierte Werkzeuge, Lernplattform, ePortfolio)

73V

formulieren Bedürfnisse für die gemeinsame Erarbeitung von Inhalten und Wissen mit Hilfe digitaler Technologien

74V

wählen zielgerichtet geeignete Werkzeuge und Technologien für Prozesse der Zusammenarbeit aus.

Sicherheit

Geräte und Inhalte schützen

75

sind sich Risiken und Bedrohungen in digitalen Umgebungen bewusst

76

überprüfen den Schutz ihrer digitalen Geräte und wenden sich im Bedarfsfall an die richtigen Stellen

77

treffen entsprechende Vorkehrungen, um ihre Geräte und Inhalte vor Viren bzw. Schadsoftware/Malware zu schützen

78V

verwenden Software zur Verschlüsselung von Daten

Persönliche Daten und Privatsphäre schützen

79

verstehen, wie persönlich nachvollziehbare Informationen verwendet und geteilt werden können

80

treffen Vorkehrungen, um ihre persönlichen Daten zu schützen

81

kennen Risiken, die mit Geschäften verbunden sind, die im Internet abgeschlossen werden

82V

verstehen, wie Anbieter digitaler Services darüber informieren, auf welche Art und Weise persönliche Daten verwendet werden

Technische Problemlösung

Technische Bedürfnisse und entsprechende Möglichkeiten identifizieren

83

kennen die Bestandteile und Funktionsweise eines Computers und eines Netzwerks

84

kennen gängige proprietäre und offene Anwendungsprogramme und zugehörige Dateitypen

85v

formulieren Bedürfnisse für den Einsatz digitaler Geräte

86v

bewerten mögliche technologische Lösungen und wählen eine passende aus, auch unter Berücksichtigung proprietärer und freier Software

87V

passen digitale Umgebungen an die eigenen Bedürfnisse an und treffen persönliche Einstellungen (z. B. barrierefreie Einstellungen im Betriebssystem)

Digitale Geräte nutzen

88

schließen die wichtigsten Komponenten eines Computers richtig zusammen und identifizieren Verbindungsfehler

89

verbinden digitale Geräte mit einem Netzwerk und tauschen Daten zwischen verschiedenen elektronischen Geräten aus

90v

nutzen unterschiedliche digitale Geräte entsprechend ihrer Einsatzmöglichkeiten

91v

nutzen verschiedene Arten von Speichermedien und Speichersystemen

Technische Probleme lösen

92

erkennen technische Probleme in der Nutzung von digitalen Geräten und melden eine konkrete Beschreibung des Fehlers an die richtigen Stellen

93v

nutzen Hilfesysteme bei der Problemlösung

94v

führen Datensicherungen und -wiederherstellungen aus

Computational Thinking

Mit Algorithmen arbeiten

95

nennen und beschreiben Abläufe aus dem Alltag

96

verwenden, erstellen und reflektieren Codierungen (z. B. Geheimschrift, QR-Code)

97

vollziehen eindeutige Handlungsanleitungen (Algorithmen) nach und führen diese aus

98

formulieren eindeutige Handlungsanleitungen (Algorithmen) verbal und schriftlich

99v

entdecken Gemeinsamkeiten und Regeln (Muster) in Handlungsanleitungen

100v

erkennen die Bedeutung von Algorithmen in automatisierten digitalen Prozessen (z. B. automatisiertes Vorschlagen von potenziell interessanten Informationen)

101V

können intuitiv nutzbare Benutzeroberflächen und dahinterstehende technische Abläufe einschätzen

Kreative Nutzung von Programmiersprachen

102

erstellen einfache Programme oder Webanwendungen mit geeigneten Tools, um ein bestimmtes Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen

103

kennen unterschiedliche Programmiersprachen und Produktionsabläufe

104v

beherrschen grundlegende Programmierstrukturen (Verzweigung, Schleifen, Prozeduren)

105V

reflektieren die Grenzen und Möglichkeiten von Simulationen